WIR
Nach dem gleichnamigen Roman von Jewgenij Samjatin

WIR ist eine Würdigung des russischen Literaten Jewgenij Samjatin, einer der wichtigsten Schriftsteller und Kritiker zur Zeit der Russischen Revolution. In der bolschewistischen Herrschaft sah er einen Verrat der Ideale des Kommunismus. Für den dystopischen Zukunftsroman WIR, der 1920 fertiggestellt wurde, erhielt er Berufsverbot und kam ins Gefängnis. WIR wurde außerhalb Russlands verlegt und durfte in der Sowjetunion erst 1988 in vollständiger Fassung erscheinen.

Die Handlung spielt im 26. Jahrhundert, im sogenannten Einheitlichen Staat. Privatheit und Gefühle sind auf ein Minimum reduziert. Allen Menschen wird anstatt Namen eine Nummer zugeordnet. Erzählt wird aus der Perspektive des Protagonisten D-503. Er ist der Ingenieur des Integrals, eines großen Raumgleiters, durch den der Einheitliche Staat seine Macht über die irdische Welt hinaus manifestieren will. D-503 lebt ein gewöhnliches, angepasstes Leben. Vor dem ersten Testflug trifft er auf die junge Frau I-330. Sie zeigt ihm die wilde und naturbelassene Welt jenseits der gläsernen Städte mit ihren vielen Regeln und Verboten. In jener freien Welt hinter der grünen Mauer, die Städte und Umland voneinander trennen, sammelt sich der Widerstand gegen das bestehende System.




Besetzung:
Andreas Pietschmann, Jana Schulz, Patrycia Ziolkowska,
Hanns Zischler, Wilfried Hochholdinger, Hedi Kriegeskotte,
Thomas Höhne, Sebastian Mirow

Regie: Christoph Kalkowski
Komposition: Raphael Thöne
Orchester: Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR
Leitung: Jonathan Stockhammer
Chor: Collegium Musicum Baden Baden
Geräuschemacher: Max Bauer
Elektro: DasDur
Ton & Technik: Andreas Priemer, Martin Vögele, Daniel Senger
Regieassistenz: Constanze Renner
Übersetzung: Giesela Drohla

Text: Ben Neumann
Dramaturgie: Andrea Oetzmann
Produktion: SWR 2014/ ca: 96'


Ben Neumann Wir HörspielJewgenij Samjatin